Vor einigen Monaten hat uns unser lieber Gerd darauf Aufmerksam bemacht, dass im März 2012 das erste „Rockabilly Rumble“ in Pullman City stattfinden würde und hat uns, nach kurzer Rücksprache bei diesem Bandcontest beworben (sozusagen: be-wrobelt…hihihi!)
Und wie es der Teufel wollte, wurden wir (trotz Bärte, Haarspraytollen und Countrysongs) zugelassen! ;-)
Geschickter Weise, legten wir auf den Tag davor einen Auftritt im Nürnberger Loop Club, der auf Grund einer U 18 Party in der gleichen Location allerdings erst um 0.00 Uhr starten konnte, was wohl für einige unserer Fans in Nürnberg zu spät gewesen sein muss, denn wir standen zunächst vor ca. 15!!! Leuten.
Auch als unser Papa-Schlumpf „Ski“ den Club , den er getroste als „Homebase“ bezeichnen darf betrat, stieg die Anzahl, des Publikums auf ca. 20…
Aber dafür legten wir mit Ski, der sich in bester Laune präsentierte, eine witzige Jam-Session hin und die, die da waren hatten einen Riesen-Spaß!
Von Nürnberg, war’s dann am nächsten Morgen auch nicht mehr so weit nach Pullman City, eine Western Stadt in der Nähe von Eging am See, wo der „Rockabilly Rumble“ stattfand. Als wir gegen 13 Uhr aufs Gelände kamen, war zugegeben noch nicht ganz so viel los! So bezogen wir, nach dem wir uns umgeschaut hatten, und die Bands angehört haben, erst einmal unser „Reihenhaus-Viertel“.
Das Western-Ambiente auf dem Pullman-City Gelände ist echt faszinierend, gerade für mich, als John Wayne, Clint Eastwood und Charles Bronson- Fan…
Man hat echt Angst, dass jeden Moment ein paar Comanchen um die Ecke geritten kommen und einen skalpieren(was in unserem Fall je extrem ärgerlich wäre…)!
Da wir, wie gesagt, früh vor Ort waren, war es uns möglich, Musiker der insgesamt 18 Bands zu treffen und auch kennen zu lernen.
Einige kannten wir schon von gemeinsamen Konzerten:
Die „Blue Ribbon Four“, mit denen wir schon im Marburger Knubbel rocken durften, die „Hellabama Honky Tonks“, mit denen wir im NCO Club in Schwäb. Hall schon ordentlich gefeiert hatten, Stefan und seinen Jungs von den „Sluggin’ Roosters“, den „Lennerockers“, oder Manni von den „Lazy Lovers“, welcher mich übrigens, aus unerfindlichen Gründen erst spät erkannte… tztztzzz….!
Aber einige neue Bekanntschaften haben mich persönlich besonders gefreut:
Beni dem Gitarristen vom Duo „Roadshot“, die übrigens, zu Recht einen Special-Award abgeräumt haben, da sie zu zweit (Gitarre und Kontrabass) einen Sound rüber gebracht haben, bei dem wirklich nichts gefehlt hat, Respekt!!!
Dem Bassisten Meff und seinen Jungs, „Johnny Crrrash & the Sasters“, die ebenfalls auf dem Gewinnertreppchen standen.
Dann, den Jungs von den „Rock-a-Roaches“, zu den ich später noch ein paar Zeilen schreibe und unserem Kumpel Chris, von den „Ray Cats“, die wir allerdings leider nicht anhören konnten, da sie schon am Freitagabend gespielt hatten, was wir aber hoffentlich bald mal nachholen können…
Die „Sluggin’ Roosters“, die wir seit ihrem Konzert in Speyer, im Rahmen der Dynamite- Contest- Tour 2011, vor einem Jahr (damals noch als Del Bombers) nicht mehr gehört hatten, rockten den Saloon neben an sehr frisch und haben uns mal wieder trotz der stressigsten Anreise überzeugt. Sänger und Gitarrist, Stefan verbrachte den Restabend, nach seinem Auftritt mit uns, nach dem seine Mannen schon am selben Abend noch den Heimweg antreten mussten, und da wir uns schon mittags die Unterkunft der „Sluggin’ Roosters“ gekrallt hatten (Hehehe…) gewährten wir ihm dann Asyl, in unserer, bzw. seiner Unterkunft! ;-)
Wenn man den ganzen Tag, dem Genuss so vieler guter (Konkurrenz-) Bands ausgesetzt ist, muss ich zugeben, steigt die Nervosität im Laufe so eines Abends dann doch schon sehr!
Auf jeden Fall war es irgendwann dann 21.58 Uhr und wir fanden uns auf der Bühne ein, Vorhang war noch geschlossen, der Soundmann, regelte noch schnell unseren Monitorsound nach oben, wir hatten zu dritt ein Fläschchen Apfelsaft-Schorle auf der Bühne, da es kein Wasser mehr gab und Bier für uns zur Zeit nicht in Frage kommt und voller Aufregung warteten wir darauf, dass wir endlich loslegen konnten!
Dann: Vorhang auf und mit „Cemetery Rock“ losgerockt…
Wie eigentlich immer, hatten wir auch dieses Mal keine Setlist, allerdings konnten wir ja den ganzen Tag über hören, welche Lieder schon von den anderen Bands gespielt wurden, was auch einen Großteil unserer Stücke ausgemacht hatte und so blieb uns nur zu hoffen, dass bis dato noch niemand von den Bands am Vortag „Louisiana Summernights“, „Hot Rod Gang“ oder „I’m On My Way“ gespielt hatte… ;-)
Natürlich ließen wir nicht alle Cover außen vor: Mattes Spezialität „Bad Reputation“, von seinem Busenfreund, „Reverend Horton Heat“, durfte genauso wenig fehlen, wie George Jones’ „The Race Is On“, welches auch ein ziemlich sicherer Kandidat für unser kommendes Album sein wird. Unsere Album-Versionen von „Bird Dog“ und „Suspicious Minds“ kamen ebenso gut beim Publikum an, wie „Bobby McGee“. Wir haben uns gedacht, dass nach so vielen klassischen „Rockabilly“- Sets, vielleicht auch mal ein paar „Country-Rock’n’Roll“- Nummern Anklang finden könnten.
Ele von den „Lennerockers“ bekam zwischendurch noch „Can’t You See“ gewidmet und dann war’s auch schon wieder soweit und auf Zeichen des Ansagers sollten wir (es war wohl ca. 22.45 Uhr) zum letzten Song kommen und entschieden uns spontan für „Time To Rock’n’Roll“, was wir freudigst unter der Wahrnehmung lauter „ROCK’N’ROLL“-Mitmach-Rufe von Seiten des Publikums beendeten und von der Bühne stolperten, um schnell Platz zu machen für die „Lennerockers“.
Danach teilten wir uns auf und während der eine Teil abbaute und einlud, verkaufte der andere an einem improvisierten Stand vor der Bühne Cds…
Wir bekamen viel positive Resonanz und was uns vor allem freute:
auch von Seiten, der Musiker-Kollegen!
Zwischen halb eins und eins, hatte sich die Jury entschieden und machte sich daran, vor einem gespannten Saloon die Gewinner bekannt zu geben.
Unter den 18 Bands wurden insgesamt 7 Awards verliehen, „Best Newcomer“, „Best Show“, zwei „Special Awards“ und die ersten drei „Gewinner“.
Meff und seine Johnny Crrrashs bekamen den 3., „Roadshot“ einen Special, Manni und die „Lazy Lovers“ den 2. und irgendwann waren alle Awards weg, bis auf den „1st Place“ und auf einmal sagte, Deddy von Pullman City, der die Moderation übernommen hatte, dass „Danny and the Wonderbras“ auf die Bühne kommen sollen und was hat uns das gefreut!!!!
So sehr, dass wir kurzer Hand, den Abend zur Fasten-Insel erklärten und uns mit einer Flasche Schampus (Toschi weiß bestimmt sogar noch, was für einer es war…) im kleinen Saloon niederließen und gemeinsam mit den noch anwesenden Musikern feierten, während wir dem Juror Graham Fenton, Ja genau der…seines Zeichen Sänger der Band „Matchbox“, (ihre Hits wie „Rockabilly Rebel“, „Midnight Dynamos“, usw. dürften den meisten von euch geläufig sein) bewunderten, wie er mit den Lennerockers, in feinster „Teddy Boy“ – Manier die Bühne rockte.
Mit Stefan im Schlepptau im Haus angekommen, wollten wir uns gerade bettfertig machen, als unsere Freunde und Nachbarn von den „Rock-a-Roaches“ sturmklingelten und uns zu einer Jam-Session, zwei Reihenhausviertel weiter einluden… als ob sie es geahnt hätten, dass wir Vergnügen dieser Art nicht ausschlagen können und ab ging die Party…
Früh war’s, als wir todmüde, ein wenig heißer, aber überglücklich, über dieses tolle Wochenende in unser Gemach fielen, um schon mal vom Westernfrühstück am kommenden Morgen zu träumen….
Nochmal vielen Dank, euch ALLEN,
es war uns eine riesige ROCKABILLY PARTY!!!!
