Born to be wild!!!

Wie sicherlich der ein oder andere bemerkt haben wird, ist mir seit Ende letzten Jahres ein neues Fahrzeug in die Garage gekommen… und zwar eine LS650 Savage (kleiner Typ, kleines Bike, passt wie angegossen)… ich weiß, keine Harley, aber dafür fährt sie tadellos, hahaa….

 

Ein weiteres arbeitsreiches und wunderbares Wochenende stand bevor und da ich meine „Wutz“ noch nie so richtig ausgeführt habe, ein kurzer Blick auf die Wetterprognose und yeah… da stand es wie vorgezeichnet… isch faah mim Mopped… Rock and Roll!!!

 

Wie beim Motorradfahren so üblich gondelte ich auf kleinen Umwegen in Richtung Pfalz.

Böse Zungen würden behaupten ich hätte mich verfahren, oder wäre gar vom rechten Weg abgekommen,  pah… ich, der ich doch seit 20 Jahren den Reiserekord vom Budapester Hauptbahnhof nach Stromberg (Westerwald) auf einer Kreider Florret RS in 28,5 Stunden halte, inklusiv der 3 Stunden Schlafzeit in einem nahe der Straße gelegenen Kohlfeld… aber das ist eine ganz andere Geschichte….

Denn beim Verkehr kommt es ja bekanntlich immer auf die Sichtweise (Geschmack), die eigene Position (Standpunkt) und das was man vor hat (Richtung) an…. also was wollt ihr überhaupt….;-)

 

Getreu meinem Motto „Der Weg ist das Ziel“ bin ich dann gut behalten in Leimersheim/ Pfalz eingetroffen… worauf wir uns dem intensiven Proben und der Vorbereitung unserer kommenden CD hingegeben haben.

Wir sind dann noch übereingekommen, dass wir dann doch alle eure Liedvorschläge auf unserer neuen CD berücksichtigen wollen!!! Yeehaw….

Die Idee haben wir dann aber recht schnell wieder verworfen, da wir das ja noch nicht einmal bei Live-Auftritten tun…. wieso also mit lieb gewonnen Traditionen brechen…

 

Es halten sich ja immer noch hartnäckig die Gerüchte, wir würden niemals proben, da wir ja so weit auseinander wohnen. Tsss, das ist nur die halbe Wahrheit… also wirklich proben tun wir in dem Sinne tatsächlich nicht, aber wir treffen uns so oft als möglich und wandern dann mit Helmut (Dannys Dad) und Jerry Lee (nicht Lewis, sondern Helmuts getreuer Vierbeiner) zur nahe gelegenen Rheinschänke, um dort einem nicht mehr wegzudenkenden Ritual zu frönen. Grillhähnchen essen!!!

Man wird dort von Bärbel, der Hausherrin mit den liebevollen Worten: „Hasen, wenner was muffle…“ empfangen und schon ist man der pfälzischen Gemütlichkeit komplett erlegen. Das sind dann die wenigen Momente, in denen die Fastenzeit wirklich, wirklich weh tut!

 

Aber es wäre kein Wonderblog, wenn es nicht auch ein bisschen um unsere Konzerte ging:

Am Freitag sind wir dann nach Wuppertal gefahren und haben in der leider nicht ganz ausverkauften Börse mit den Sluggin’ Roosters ein Stelldichein gehabt… es war wir immer wunderbar mit den Jungs! Zu unserer großen Freude ist Ele von den Lennerockers nebst Gattin Peggy überraschend erschienen und wir konnten ihn im Laufe des Abends für 2 Lieder auf die Bühne bitten (hm, welche Tonart?… los geht’s…) Das war ein Riesen-Spaß!!!

 

Am nächsten Morgen noch nett gefrühstückt und wir waren wieder zeitig auf dem Highway um nach Rastatt zu fahren. Da kommt mir doch direkt das nette Gespräch mit Butti (auch von den Lennerockers) wieder in den Sinn, den ich mal scherzhafterweise fragte, ob wir wohl Musiker oder doch eher Fernfahrer sind. Er meinte daraufhin, dass wir definitiv Trucker sind, die aber in ihren Pausen singen dürfen… yeah, that’s true….

 

In Rastatt im Ankersaal angekommen, waren wir mal wieder vollkommen vom Tanzsaal-Ambiente der 60iger Jahre eingefangen… und in einem solchen standen wir jetzt und zwar von der aller gepflegtesten Sorte! Der Veranstalter und die Saalherrin waren gut gelaunt und so bereiteten wir alles bei einem gemütlichen Milchkaffee für den Abend vor… Könnt ihr euch vorstellen, dass einem der Milchkaffee irgendwann mal so richtig aus zum Hals raushängt?… aber weiter im Takt…

Auf der Oldie-Night war auch Eric Prinzinger, seines Zeichens Elvis-Impersonator geladen, der dann auch irgendwann reinschneite und wirklich einer der sehr angenehmen seiner Zunft ist.

Als sich der Saal füllte, begannen wir mit einem kurzen Eröffnungsset und übergaben dann an Eric. Es ist doch immer wieder faszinierend zu sehen, welch großer Künstler Elvis tatsächlich war und welchen großen Einfluss er auf die Herzen der Menschen hat… denn kaum erklingt seine Musik, jemand singt dazu im Jumpsuit und lässt seine Hüften kreisen, laufen die Leute zusammen und sind in Stimmung. Hey und der Eric hat das auch richtig gut gemacht, da durften wir schon ganz andere erleben ;-)

Den Rest des Abends haben wir dann im wahrsten Sinne des Wortes zum Tanz aufgespielt, unser Set war recht coverlastig, was uns aber ab und an auch viel Spaß bereitet… (Hey, kennste eigentlich noch die Nummer??… und ab dafür…:-)

Gegen Ende haben wir dann aber noch mal richtig Gas gegeben und unsere teils weit hergereisten Gäste kamen auch voll auf ihre Kosten. Erwähnt seien hier insbesondere der neue Fankreis aus Emmendingen, unser Michelstädter Kult-Fanclub, natürlich unsere Designerin Luna und Chrischi, und unsere ewig treuen Claudia und Chris, denen nie der Sprit auszugehen scheint.

 

Schon war dieses kurze Wochenende fast rum, blieb noch die Heimfahrt… das Wetter hatte sich glücklicherweise wie versprochen wieder gebessert… die Sonne schien traumhaft, Danny machte noch ein Foto ohne Tolle von mir (ich bekomme einfach keine ECE-Norm dafür) und ich nahm mir vor übers Ländle heim zu bollern… Mann, was hab ich trotz der Sonne geschnattert… die Landschaft war herrlich, die ersten Bäume standen in zartrosa Blüte, man konnte der schönen Pfalz ansehen, dass sie erwacht…

Aber ich musste trotzdem öfter pausieren, denn die eingefrorenen Finger ließen ein anständiges Lenken kaum mehr zu… da bekommt der Satz „der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach“ in jeder Kurve eine ganz konkrete Bedeutung…:-)

Normalerweise, also außerhalb der Fastenzeit, ist es ja meistens so, dass nach der mutwilligen Auflösung des Geistes, das Fleisch noch bemerkenswert lange durchhält.

 

In diesem Sinne freu ich mich schon sehr auf das nächste Wochenende in Bad Lippspringe, wenn wir der Fastenzeit Ade sagen und natürlich auch auf „Rosa rockt!“ in Siebeldingen, wenn in der Pfalz die Mandeln rosa blühen, dann heißt es wieder:

Get your motor runnin’… head out on the highway… lookin’ for adventure… in whatever comes our way…

Yeah, darlin’… gonna make it happen… take the world in a love embrace… fire all of your guns at once… and explode into space …